Wie findest du einen Fotografen? (Und wie findest du den einen, der wirklich zu dir passt?)
- Dalida Jákli

- 22. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Einen Fotografen zu finden ist schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint.
Es gibt viele Fotografen, die schön arbeiten. Viele sind auch talentiert. Aber derjenige, bei dessen Bildern sich in dir etwas bewegt… das ist der Richtige.
1. Entscheide zuerst: Für welche Art von Shooting suchst du einen Fotografen?
Hochzeit? Familienfotos? Schwangerschaft? Paarshooting?Oder brauchst du Bilder für dein Business oder für Produkte?
Je genauer du weißt, was du möchtest, desto einfacher wird es, den richtigen Fotografen zu finden. Denn ein Hochzeitsfotograf ist nicht unbedingt derselbe, der am besten für eine Lifestyle-Familienserie geeignet ist.
2. Der Stil: wichtiger, als du denkst
Das ist der Punkt, an dem die meisten danebenliegen.
Die meisten Fotografen haben einen eigenen Stil, und außerhalb davon arbeiten sie ungern.
Es gibt Fotografen, die:
gestellte, inszenierte Bilder machen
natürliche, spontane Momente einfangen
eine künstlerische, stimmungsvolle Welt erschaffen
Und jetzt kommt das Wichtigste:
Wenn du gestellte Babyfotos möchtest, geh nicht zu einem Lifestyle-Fotografen.
Wenn du ehrliche, emotionale, „lebendige“ Bilder möchtest, dann suche dir jemanden, bei dem genau das zurückkommt.
Wenn die Bilder eines Fotografen eher dunkel, moody oder bräunlich sind,oder kaum grüne, frische Töne enthalten,dann wird dein Ergebnis auch so aussehen.
Wenn du hingegen helle, luftige, lebendige Bilder mit frischen Farben liebst, dann achte darauf, dass genau das im Portfolio zu sehen ist.
Denn jeder Fotograf sieht anders. Erzählt anders. Und du musst den finden, der für dich fotografiert, damit du am Ende nicht enttäuscht wirst.
3. Schau dir das Portfolio an – aber schau nicht nur, FÜHL es
Das Portfolio ist nicht nur Dekoration. Es ist die Seele des Fotografen.
Die Frage ist nicht: „Ist es schön?“
Sondern: Fühlst du etwas, wenn du es ansiehst?
Gänsehaut? Wärme? Ein Lächeln? Dieses „Das will ich auch“-Gefühl?
Wenn ja → bist du auf dem richtigen Weg.
Ein gutes Portfolio ist nicht nur technisch gut, sondern vermittelt etwas von dem, was der Fotograf repräsentiert.
Wenn du nichts fühlst… dann ist es nicht dein Fotograf. So einfach.
4. Die Persönlichkeit des Fotografen ist wichtiger, als du denkst
Das ist kein „einfach nur ein bisschen knipsen“.
Es ist:
Vertrauen
Präsenz
Verbindung
Achte schon beim ersten Kontakt darauf:
In welchem Ton antwortet er oder sie?
Ist er/sie freundlich? Hilfsbereit?
Wie viele Informationen bekommst du?
Geht er/sie auf dich ein oder schickt nur eine Preisliste?
Wenn es hier schon nicht stimmt… wird es beim Shooting wahrscheinlich auch nicht passen.
Vielleicht ist es einfach nicht stimmig für dich, vielleicht passt ihr nicht zusammen – das kommt vor.

Gibt er oder sie mehr als nur das Shooting?
Ein guter Fotograf drückt nicht nur auf den Auslöser.
Sondern:
hilft bei der Vorbereitung
gibt Tipps (Kleidung, Ort, Zeitpunkt)
beruhigt dich
führt dich durch das Shooting
Wenn du Unterstützung bekommst → das ist Gold wert.
Wenn du alleine gelassen wirst… ist das eher ein Warnsignal.
6. Lies Bewertungen (und frag ruhig nach)
Schau nicht nur auf die eigene Website.
Facebook-Gruppen
Google-Bewertungen
Erfahrungen von Bekannten
Menschen sind oft überraschend ehrlich.
Und oft erzählen sie nicht nur über die Bilder… sondern darüber, wie es war, mit der Person zu arbeiten.
Und das ist mindestens genauso wichtig.
Zum Schluss (ehrlich und ohne Umwege)
Der perfekte Fotograf ist nicht der mit den schönsten Bildern.
Sondern der,
dessen Bilder dich berühren
mit dem du auf einer Wellenlänge bist
bei dem du du selbst sein kannst
Denn ein gutes Foto hängt nicht von der Kamera ab.
Sondern von diesem unsichtbaren Etwas zwischen euch.
Und wenn das da ist… dann entstehen die Bilder, die du auch Jahre später noch mit demselben Gefühl anschaust.





















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