Fotografiere professionell zu Hause! – Produktfotografie ganz einfach: Planung - Bevor du fotografierst, weiß genau, was und warum du zeigen möchtest.
- Dalida Jákli

- 10. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
1) Was ist die Botschaft deines Produkts?
Jedes gute Bild möchte etwas erzählen. Die Frage ist, was erzählt dein Produkt?
Fragen, die du dir stellen solltest:
Wofür ist dieses Produkt gut?
Welches Gefühl möchtest du vermitteln?
Was macht es besonders, einzigartig?
In welchen Stil passt es? (natürlich, boho, modern, vintage, elegant)
Beispiel:
Wenn du handgemachte Seife mit Lavendel machst, könnte die Botschaft sein:
„Entschleunige, entspanne, schalte ab – natürliche Verwöhnung für jeden Tag.“
Daraus folgt: Du wirst keine knalligen, überladenen Hintergründe verwenden – das Bild soll Ruhe und Klarheit ausstrahlen.
2) Wer ist deine Zielgruppe?
Das Bild ist für sie gemacht. Starte nicht bei dir, sondern bei denen, die es später sehen werden.
Frage dich:
Wer würde dieses Produkt kaufen? (Alter, Geschlecht, Interessen)
Welche Bildstile sprechen sie an?
Auf welcher Plattform werden sie das sehen? (Instagram? Webshop? Pinterest?)
Beispiel:
Ist deine Zielgruppe junge, umweltbewusste Frauen, dann sollte das Foto:
natürliche Farben
natürliches Licht
plastikfreie, „grüne“ Atmosphäre
haben.
3) Welches Bildgefühl passt dazu? (Mood)
Jetzt kann ein Moodboard helfen, das später Styling und Bearbeitung unterstützt.
Nutze Pinterest oder Canva:
Suche nach Farben, Materialien, Licht, die zur Marke passen
Suche nicht zuerst nach Produktfotos, sondern nach Gefühlen
5–10 Bilder reichen für ein Stimmungsboard
Beispiele für Moodboard-Stile:
„Slow Life“ – sanftes Licht, Holz, Leinen, Hände, Tee
„Minimal“ – weißer Hintergrund, ein Objekt, klarer Raum
„Boho“ – Erdtöne, getrocknete Blumen, Makramee
4) Für welchen Zweck ist das Foto gedacht? (Plattform)
Das ist auch technisch wichtig: Ein Foto für Instagram braucht andere Merkmale als für einen Webshop.
Instagram: Stimmung, Storytelling – die Bilder sollen eine Geschichte erzählen und Emotionen wecken.
Webshop: Klarer, einheitlicher Hintergrund, Detailaufnahme – Fokus liegt auf dem Produkt, möglichst ohne Ablenkung.
Pinterest: Inspirierend, „Lebensgefühl“-Fotos – Bilder, die eine Stimmung oder einen Lifestyle vermitteln.
Druck: Hohe Auflösung, hell, klare Komposition – für gute Druckqualität und ansprechendes Design.
Facebook-Cover: Querformat, mittig Platz für Text – das Bild braucht Raum in der Mitte für Schrift oder Logo.
5) Was möchtest du im Bild hervorheben?
Das Material des Produkts? (z. B. Holz, Stoff – Nahaufnahme planen)
Die Größe? (Neben bekannten Gegenständen zeigen)
Möchtest du die Anwendung zeigen? (z. B. in der Hand, im Kontext)
Ziel: Ein Bild – eine Botschaft. Versuche nicht, alles auf einem Foto zu zeigen.
MINI-AUFGABE – „Plane dein Bild bewusst!“
Was ist mein Produkt?
Für wen ist es?
Was möchte ich damit fühlen lassen?
Welcher Stil passt dazu?
Wo werde ich das Bild verwenden?
Welcher Hintergrund, welches Licht, welche Accessoires passen dazu?

Gute Produktfotos beginnen nicht bei der Technik, sondern beim Denken. Wenn du lernst zu planen, fotografierst du nicht einfach — du zeigst bewusst, was du erschaffen hast.
Wenn du mehr praktische Tipps für Produktfotografie zu Hause möchtest, folg mir gern — ich teile regelmäßig Methoden, die du sofort umsetzen kannst.
Und wenn du dir wünschst, dass ich dich in diesem Prozess persönlich unterstütze, helfe ich dir als Fotografin dabei, deine Produkte so zu zeigen, wie sie es verdienen.












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